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Komödie von
Marcel Pagnol
Tickets/Vorverkauf Ab Dienstag, 8. Februar 2005
Zum Stück In einem kleinen Dorf in Südfrankreich ringen Kirche, Staat und Schule um die Vormachtstellung. Der Pfarrer schimpft gegen die gottlose Schule, der aufklärerische Lehrer lästert gegen die rückständige Kirche und der Marquis balanciert als Gemeindepräsident zwischen Pfarrer und Lehrer und kümmert sich um die öffentliche Ordnung. Daneben streiten sich auch einzelne Dorfbewohner seit Jahren. Die Spannung ist groß in dem kleinen provençalischen Dorf - Aimable Castanier der neue Bäcker wird in Kürze das erste Brot aus dem Ofen holen und alle Dorfbewohner sind neugierig, wie es wohl geraten ist. Erheblich mehr Eindruck als das Brot macht jedoch die schöne junge Bäckerin Aurélie. Und sie selbst ist nicht unempfänglich für die Avancen des Schafhirten Dominique.... Es gelingt ihm, sie zu entführen, und die Dorfgemeinschaft gerät aus den Fugen, "Heute morgen lernt sie dich kennen und heute abend beißt sie dich in die Lippen. Das geht schnell! Da könnte noch viel passieren!" Am nächsten Morgen wird Bäcker Aimable, der liebenswerte, schlafend neben dem Ofen gefunden. Das Brot ist verbrannt, normalerweise weckt Aurélie ihn zur rechten Zeit. Bestimmt schläft sie selbst noch; oder sie ist zu ihrer Mutter gefahren, der Wind hat den Zettel weggeblasen, den sie ihm hinterlassen hat? Aimable will nicht sehen, was alle anderen doch längst vermuten - seine hübsche junge Frau hat ihm Hörner aufgesetzt. "Es gibt Menschen, die nicht sehen mit ihren Augen und nicht hören mit ihren Ohren." Er trauert und versucht mit diversen Selbstlügen, die Hoffnung auf die Rückkehr seiner Frau - und damit auf ihre heile Ehe - aufrechtzuerhalten. Doch nicht nur er selbst macht sich Sorgen wegen ihres Verschwindens - Aimable weigert sich, weiter zu backen, schließlich hat er es immer nur für sie getan - und so fürchten die Dorfbewohner nicht nur um die Moral, sondern buchstäblich auch um ihr täglich Brot. Aurélie muss zurückgeholt werden! Sie finden sich zusammen zu einem "Kreuzzug für die schöne Bäckerin". Der Marquis, ehemals Hauptmann im Militär, organisiert einen Suchtrupp, die Suchenden, der Wirt und drei bisher verfeindete Dorfbewohner, versöhnen sich, missbrauchen ihren Einsatz aber für eine ausgedehnte Sumpftour und kehren erfolglos zurück, während die rechtschaffenen Frauen sich im Dorf empören, dass wegen einer solchen Person so viel Aufregung entsteht. Erfolgreicher ist der geschwätzige Fischer Maillefer, er die glücklichen Liebenden, die verschwundene Bäckerin und den schönen Schäfer, auf einer nahen Insel in der Nähe gesehen haben will und so stellt sich nur noch die Frage, wie die Bäckerin zur Rückkehr zu bewegen ist. Für sie und das Brot - werden sogar alte, fest verwurzelte Feindschaften begraben und die durch diese gewachsene Struktur des Dorfes gehörig ins Wanken gebracht. "Wenn ich sie küsse, lässt sie es geschehen, ohne Abscheu, aber auch ohne Vergnügen. Seit fünf Jahren bin ich mit ihr verheiratet, und glauben Sie mir, so schön und reizend sie anzusehen ist, so sehr sie zur Liebe geschaffen erscheint - die Liebe ist nicht für sie geschaffen." Mit Liebe zu den Figuren, großer sprachlicher Sensibilität und nicht ohne Augenzwinkern zeichnet Pagnol ein feines Bild der dörflichen Welt. Dabei lässt ein ganzes Panorama von typischen Dorfbewohnern auftreten, die in ihren Reden ihre Engstirnigkeit und ihren Starrsinn entlarven, denen man als Zuschauer aber trotzdem - oder gerade deswegen - alle Sympathie und vollstes Verständnis für ihre nur allzu menschlichen Handlungsweisen entgegenbringt.
Personen und Besetzung
Technik und Regie
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Mehr Informationen zum Theater unter www.theater-ruswil.ch |
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