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Elisabeth
Rousset
Personalien und Familienverhältnisse
Elisabeth war eine galante Dame, nicht unintelligent und beim männlichen Geschlecht gern gesehen. Früh kam sie nach Rouen und wurde dort als 20-jährige die Geliebte eines Kavallerie-Offiziers, danach eines Kaufmanns. Ihr Leben mutet an, wie das einer der Kurtisanengestalten Balzacs. Sie war gutherzig. Eine ihrer Kolleginnen, die ein Kind hatte, erkrankte an Lungenentzündung. Sie nahm nach dem Tod der Freundin deren kleinen Jungen zu sich. Sie sorgte für ihn, ermöglichte ihm eine Ausbildung und verschaffte ihm eine Anstellung, weshalb sie für seine Mutter gehalten wurde. Was ihr aber der Jüngling, ihrer Herkunft wegen, nicht dankte. Später war sie mit einem Arzt befreundet, den sie einer erkrankten Kollegin empfahl. Worauf der Arzt des Geldes wegen diese Dame heiratete und sich von Elisabeth abwendete. Elisabeth kaufte ein kleines Café an der Rue Nationale hatte jedoch keinen Erfolg. Sie betätigte sich als Kartenlegerin, wurde abhängig vom Morphium, was ihre Schönheit zunichte machte. Am Donnerstag, den 18. August 1893, nachdem sie sich beim Hauswirt für ihre Mietausstände entschuldigt hatte, schied sie durch Ersticken unter Qualen aus dem Leben.
Weitere Infos zum Deutsch - Französischen Krieg 1870 - 1871 sind hier zu finden
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